Neujahrskonzert 2018, so war es

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Traditionell hatte die Chorgemeinschaft Amici Cantus am 14.01.2018 zum 24. Mal zu ihrem Neujahrskonzert eingeladen. Da im letzten Jahr Chorleiter Stefan Monshausen längere Zeit krankheitsbedingt ausgefallen war, übernahm einen Teil der Probenarbeit Carina Brunk, studierte Klarinettistin und Verbandschorleiterin beim Saarländischen Chorverband.
Den Großteil des Konzerts konnte Stefan Monshausen aber dirigieren, der natürlich auch für die Programmgestaltung verantwortlich war, mit der er Sängerinnen, Sänger, Musikerinnen, Musiker und Publikum gleichermaßen begeisterte. Eine Mischung aus empfindsamen, kraftvollen, triumphalen, lustigen und fast übermütigen Stücken.
Hochkonzentriert und aufmerksam folgten die beteiligten Akteure dem Dirigat von Carina Brunk als auch dem unnachahmlichen mitreißenden Dirigat von Stefan Monshausen in allen Facetten und Nuancen. Das Zusammenspiel und vor allem der Zusammenklang von Chor, Orchester und Solisten waren sehr ausgewogen, präzise und homogen.

Den Anfang machten das Kyrie und Gloria aus der „Trinitatis Messe“ von W. A. Mozart, die einen Vorgeschmack geben konnten auf das geplante Konzert an Palmsonntag in der Kirche St. Stephan in Illingen, bei dem die komplette Messe aufgeführt wird.
Bei den folgenden Stücken zeigte der Chor die ganze Bandbreite von Emotionen, die er ausdrücken kann – kraftvoll bei „Die Himmel rühmen“ von L. v. Beethoven, innig bei „Laudate Dominum“ von W. A. Mozart und jubelnd bei „Hallelujah“ von G. F. Händel.
Der zweite Teil begann mit dem Adagio aus dem Klarinettenkonzert von W. A. Mozart, einem Stück voller Empfindsamkeit, das Carina Brunk als Solistin an der Klarinette im Zusammenspiel mit dem Orchester wunderbar klangvoll interpretierte.
Mit „Fröhliche Jugend, streue ihm Blumen“ aus „Figaros Hochzeit“ wurde es dann insgesamt beschwingter und als besonderes Bonbon im Rahmen des Konzerts tanzten Janette Glod und Florian Strauß einen Langsamen Walzer zu „Moon River“.
Bei der „Tritsch-Tratsch-Polka“ von J. Strauss konnten die Frauen des Chores nicht nur ihre musikalisch stimmliche Qualität sondern auch ihre temporeiche Artikulationsfähigkeit beweisen.
Die Solisten Anne-Katrin Fetik und Thomas Kiessling bereicherten das Konzert im Zusammenspiel mit dem Chor bei „Die Himmel rühmen“ und „Laudate Dominum“ ( Anne Katrin Fetik ), bei „In the mystic land of egypt“ (Thomas Kiessling), im Duett in „Lippen schweigen“ als auch solistisch in „Torna a surriento“ (Kiessling) und „Schlösser, die im Monde liegen“ (Anne Katrin Fetik).
Das Orchester, in diesem Jahr wieder besetzt mit Musikern der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern und dabei vielen jungen Musikern, glänzte durch Spielfreude und Präsenz, ob z.B. bei der „Pariser Sinfonie“ von W. A. Mozart oder auch der romantischen Bearbeitung des „Largo“ aus der Oper Xerxes von G. F. Händel.
Die Hymne „Jerusalem“ und natürlich der „Radetzky-Marsch“ und „Pomp an circumstance“ beschlossen einen grandiosen Konzertabend, der vom Publikum mit langanhaltenden stehenden Ovationen und rhythmischem Klatschen belohnt wurde.