Ein Konzert der Extraklasse

Palmsonntag WEB

Wieder einmal organisierte die Chorgemeinschaft Amici Cantus e.V. an Palmsonntag ein Konzert der Extraklasse in der Pfarrkirche St. Stephan in Illingen. Das Konzert bestand aus zwei Teilen mit dem Orgelkonzert g-moll von J. G. Rheinberger im ersten und der Trinitatis-Messe von W. A. Mozart im zweiten Teil.
Als Solist an der Orgel konnte Prof. Edgar Krapp verpflichtet werden, einer der besten derzeit lebenden Organisten mit Auftritten mit den renommiertesten Dirigenten und Orchestern auf aller Welt. Zusammen mit Musikern der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern und unter der Leitung von Stephan Monshausen spielte er das Orgelkonzert g -moll von J. G. Rheinberger. Die Chemie stimmte zwischen Solist, Orchester und Dirigent hörbar sehr gut.
Rheinberger hat mit seiner Komposition ein Klanggemälde entwickelt, in dem sich alle menschlichen Emotionen wiederfinden lassen, Freude, Sehnsucht, Abschiedsschmerz, Liebe, Trauer, Triumph und viele andere mehr. Niemand kann davon unberührt bleiben. Wunderbare Klangfarben mit der Orgel allein und im Zusammenspiel mit dem Orchester, ans Herz gehende aber auch aufwühlende, mitreißende melodische musikalische Themen. Prof. Krapp interpretierte exzellent, das Orchester hatte erkennbar große Spielfreude und Stefan Monshausen führte mit seinem Dirigat Orchester und Solist perfekt zusammen.
Den zweiten Teil bestritt der Chor „Amici Cantus“ zusammen mit dem Orchester und führte die Trinitatis-Messe von W. A. Mozart auf, der einzigen Messe Mozarts ohne Solisten.

 

EK Passauer DomNach einem fast tänzerischen Vorspiel ruft der Chor sein „Kyrie eleison“ um dann im „Gloria“ mit dem „et in terra pax hominibus“ den Frieden für die Menschen auf Erden zu beschwören.
Den Mittelpunkt und Hauptteil der Messe bildet das „Credo“, das für sich genommen ebenso lang ist wie die anderen Teile zusammen.
Auch wenn die Kompositionen von Mozart häufig „spielerisch“ wirken, haben sie doch auch ihre dramatischen Anteile. Gerade die vermeintliche „Leichtigkeit“ hat ihre Tücken und Schwierigkeiten, die der Chor sehr aufmerksam und hochkonzentriert meisterte.
Die Messe wurde ursprünglich für das Dreieinigkeitsfest komponiert und die Einigkeit zeigte sich auch in der Interpretation. So leitete Stefan Monshausen den Chor und das Orchester harmonisch mit durchgehender Temporelation der einzelnen Teile zueinander.
Ein wunderbares Konzerterlebnis mit einem international renommierten Solisten, einem sehr guten Orchester, einem Chor, der beileibe nicht nach Amateuren klang und einem Dirigenten, der damit wieder einmal unter Beweis stellte, dass die „Provinz“ sich nicht verstecken muss.