Neujahrskonzert 2020

Neujahrskonzert 2020
Das Neujahrskonzert der Chorgemeinschaft amici cantus e.V. ist traditionell neben dem Neujahrsempfang des Bürgermeisters das erste kulturelle Highlight des Jahres. Aufgrund von Terminschwierigkeiten der Musiker der Dt. Radiophilharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern hat der Bürgermeister dem Chor in diesem Jahr dankenswerterweise terminlich den Vortritt überlassen. Deshalb fand das 26. Neujahrskonzert der amici cantus bereits zwei Wochen vor dem ursprünglich geplanten Termin statt.
Der erste Teil gehörte der „klassischen“ Musik. Den Anfang machten das „Gloria“ von Vivaldi und Ausschnitte aus der Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben“ von J. S. Bach.
„Der Sturm“ von J. Haydn wird relativ selten aufgeführt und packt die Ängste und Schrecken einer stürmischen Überfahrt auf dem Meer in eindrucksvolle Musik. Das Stück ist sehr anspruchsvoll und gespickt mit Tempowechseln, Fermaten und rhythmischen Verschiebungen.
Mit der „Polonaise“ aus „Eugen Onegin“ von P. I. Tschaikowsky und den „Polowetzer Tänzen“ von A. Borodin waren in diesem Jahr auch zwei russische Komponisten im Programm. Besonders die „Polowetzer Tänze“ begeisterten mit der wunderbaren Melodie des Frauenchores zu Beginn, ihrer starken Rhythmik und den Anklängen an jüdische und orientalische Musik.
Wenn die Unterhaltungsmusik des 19. Jahrhunderts bestimmt war von Liedern aus Operetten von Strauss, Lehar und anderen, so wurden diese im 20. Jahrhundert abgelöst von der Filmmusik und den Songs aus Musicals. Amici cantus hat bereits in dem Programm des Konzertes von 2019 dem Rechnung getragen und auch in diesem Jahr fortgesetzt.
Den Anfang des zweiten Teils machte die berühmte „Schiwago-Melodie“ aus dem Film „Doktor Schiwago“. Weitere Klassiker der Filmmusik waren die Titelmelodie zu „Der Pate“, „Unchained melody“ aus dem Film „Ghost“ sowie „Die glorreichen Sieben“ aus dem gleichnamigen Film. Solistische Höhepunkte waren die Auftritte der Sopranistin Laura Demjan mit „Somewhere over the rainbow“ aus dem Film „Der Zauberer von Oz“ und „Ich gehör nur mir“ aus dem Musical „Elisabeth“.
Den Abschluss des Konzertes bildete ein Medley aus dem Musical „My fair Lady“. Natürlich durften als obligatorische Zugaben „Donner und Blitz“, „Radetzky-Marsch“ und „Pomp and circumstance“ nicht fehlen.
Was die Zuhörer, in diesem Jahr auch wieder viele jüngere Besucher, immer wieder beeindruckt und was in Gesprächen rund um das Konzert geäußert wurde, ist neben der Programmauswahl die Qualität und Flexibilität des Chores, das Zusammenspiel mit den professionellen Musikern, aber auch die Organisation rund um das Konzert. Die Belohnung für ein außerordentlich gelungenes Konzert war auch in diesem Jahr minutenlanger stehender Applaus.